Der kühle Sommer wird nahtlos zum Herbst. Man hat kaum hingeschaut, ist der wilde Wein am Lebhag rot und der Kirschbaum verliert seine Blätter. Der Sonnenschirmständer steht ein bisschen verloren im Rasen; man braucht ihn kaum. Und am Spalier reifen die Williamsbirnen.
Das geht jeweils fast zu schnell, man muss aufpassen, dass man sie nicht verpasst. Und von den Wespen gefressen werden.
Grad gross sind sie dieses Jahr nicht geworden, dafür zahlreich. Weil die Insekten im Frühling ganze Arbeit geleistet haben.
Und sie sind unglaublich gut. Als die Kinder noch im Haus waren, hat so eine Ausbeute jeweils nicht lange angehalten; die Früchte waren im Nu gegessen.
Allerdings werden sie leider schnell mehlig, deshalb empfiehlt es sich, die Früchte einzumachen. Birnen kann man sehr delikat in einem Sirup aus Essig, Zucker und Senf in Essigbirnen verwandeln. Gewürzt wird mit Nelken, Pfeffer und einer halben Zimtstange. Zum Einmachen braucht man eher die kleinen Exemplare der Birnen. Sonst passen sie ja nicht in die Gläser. Man stelle sich nur die "Plastikbirnen" aus dem Supermarkt vor!
Die Birnen werden ganz oder halbiert im Sirup weichgekocht, in Gläser abgefüllt und diese bis zum Rand (wichtig!) mit Sirup ergänzt. Gläser gut verschliessen und das Glas einmal umdrehen, dann auf einer hölzernen Unterlage abkühlen lassen. Kühl und dunkel gelagert halten sich die Birnen ein Jahr. Es macht jedoch Sinn, sie zu essen, denn sie schmecken ausgezeichnet zu Siedfleisch oder Berner Platte....
Im Fläschchen befindet sich übrigens der Rest Sirup, fast eingedickt vom vielen Kochen. Das kann ich vielleicht mal zu einer Sauce zu Wild oder so verarbeiten.
Montag, 25. August 2014
Freitag, 8. August 2014
Forster und Sommer zum Zweiten
Der Sommer spielt uns übel mit. Planung restlos verunmöglicht. Gestern noch Sonnenschein, heute heiss, morgen Regen. Und sobald es mal nicht regnet, ruft unmissverständlich der Garten, wo übrigens auch ein paar Mäuse hausen, die es sich zum Sport gemacht haben, die Wurzeln diverser Pflanzen zu fressen. Was zur Folge hat, dass mir beide Zucchettipflanzen eingegangen sind und vorgestern auch noch eine der Gurken. Natürlich jene, mit den meisten jungen Gurken dran. Man sollte es verwinden können aber eben, mein Gärtnerherz blutet...
Das kleine Stück Stoff (Forster) neulich hat mich aber schon inspiriert, so ein dummer Rest, und trotzdem würde es noch für ein Miniröcklein für Nachwuchs Nummer 2 reichen. Ganze 20 wird sie im Winter und ist die schlankste in unserer Familie.
Ja es haben dann natürlich gerade 4 Zentimeter gefehlt! Was für mich niemals der Grund ist, ein Vorhaben aufzugeben. Aus einem Mangel können auch Gestaltungsideen entstehen. Ich würde sogar sagen, bei mir die meisten. Wenn ich wirklich alles, was so in Nähgeschäften und Bastelläden herumliegt, zu meiner Verfügung hätte, ich bin fast sicher, ich hätte nicht eine Idee!
Das kleine Stück Stoff (Forster) neulich hat mich aber schon inspiriert, so ein dummer Rest, und trotzdem würde es noch für ein Miniröcklein für Nachwuchs Nummer 2 reichen. Ganze 20 wird sie im Winter und ist die schlankste in unserer Familie.
Ja es haben dann natürlich gerade 4 Zentimeter gefehlt! Was für mich niemals der Grund ist, ein Vorhaben aufzugeben. Aus einem Mangel können auch Gestaltungsideen entstehen. Ich würde sogar sagen, bei mir die meisten. Wenn ich wirklich alles, was so in Nähgeschäften und Bastelläden herumliegt, zu meiner Verfügung hätte, ich bin fast sicher, ich hätte nicht eine Idee!
Rechtfertigt auch den hellgrünen Reissverschluss. Das Band übrigens kommt aus einem Vorhangstoff, eine Hälfte der Streifen ist so gemustert.
Und das Label hat sich perfekt eingefügt.
Nachwuchs Nr. 2 hat das Teil nach Berlin mitgenommen und macht für mich Werbung in der deutschen Hauptstadt!
Samstag, 19. Juli 2014
Sommer
Definitiv. Sommer. Heiss sogar - was ja in unseren Breitengraden gar nicht immer selbstverständlich. Und Schulferien: Platz im Zug, freie Parkplätze, Schattenplatz in der Badi.
Schattenseite: Der Bauer mit Heu an Hanglage setzt grad intensivstens den Laubbläser ein, um sein trocken Gras und die Ameislein durcheinander zu wirbeln. Man wünscht ihm ein nächstes Leben als Ameise.
Frühstücken und ausgiebig Zeitung lesen im Garten. Mehr kann man bei 30 Grad da sowieso nicht tun. So einen Platz findet man im Hotel kaum. Der Stuhl mit Mensch und Zeitung wandert dem Schatten nach....
Der Laubbläser hat aufgehört - wunderbare Stille!
Hab mir gedacht, dass ich bei der Hitze sowieso nur drin arbeiten kann. Also ein Kleid fertig gemacht.
Und ein neues angefangen.
Man sollte auch noch den Teewärmer flicken. Jetzt, wo man wieder draussen frühstücken kann, wo jeder Windhauch die Flamme im Stövchen ausbläst und ein solches Teil - aus Erbschaft von meiner Grosstante Alice!- einem gute Dienste leistet, nicht wahr?
Teewärmer - auch so etwas, was vom Aussterben bedroht ist. Respektive nur noch in Brockenhäusern oder bei Haushaltauflösungen zu finden. Dieses spezielle Teil stammt aus Schweizer Strohindustrie; ebendiese Grosstante soll damals im Tessin dafür tätig gewesen sein. Sie hat uns lauter nette Artikel aus gewobenem Stroh hinterlassen, wie eben diesen Teewärmer. Aussterbende Spezies, nicht die Tante, die lebt schon lange nicht mehr. nein der Teewärmer; zauberhaft, wird darum von mir mit grossem Arbeitsaufwand alle paar Jahre neu gefüttert. Ist kein Pappenstiel. Stopfmaterial aus Kapok - das gibt's heute glaube ich gar nicht mehr. Im alten Futter Teeflecken von vor vielleicht 100 Jahren. Dannzumal soll die Strohindustrie ein gutes Geschäft gewesen sein, halt solange die Menschen Hüte (und Teewärmer!) brauchten. Heute wird so was vielleicht in Fernost noch hergestellt (von Kindern?). Oder spezialangefertigt für manufactum, unbezahlbar.
Ich freu mich auf mein morgiges Frühstück, mit warmem Tee!
Schattenseite: Der Bauer mit Heu an Hanglage setzt grad intensivstens den Laubbläser ein, um sein trocken Gras und die Ameislein durcheinander zu wirbeln. Man wünscht ihm ein nächstes Leben als Ameise.
Frühstücken und ausgiebig Zeitung lesen im Garten. Mehr kann man bei 30 Grad da sowieso nicht tun. So einen Platz findet man im Hotel kaum. Der Stuhl mit Mensch und Zeitung wandert dem Schatten nach....
Der Laubbläser hat aufgehört - wunderbare Stille!
Hab mir gedacht, dass ich bei der Hitze sowieso nur drin arbeiten kann. Also ein Kleid fertig gemacht.
Und ein neues angefangen.
Man sollte auch noch den Teewärmer flicken. Jetzt, wo man wieder draussen frühstücken kann, wo jeder Windhauch die Flamme im Stövchen ausbläst und ein solches Teil - aus Erbschaft von meiner Grosstante Alice!- einem gute Dienste leistet, nicht wahr?
Ich freu mich auf mein morgiges Frühstück, mit warmem Tee!
Dienstag, 13. Mai 2014
Ausverkauf bei Forster-Rohner!
So etwas lässt sich natürlich eine Textilverrückte wie ich nicht zweimal sagen. Dort, wo sich der fast letzte Rest der St.Galler Textilbranche nicht mit Ach und Krach, sondern mit Bravour über Wasser hält. Dort wo Prada und Konsorten sonst ihre Stoffe bestellen, da soll ich nun in den Ausverkauf! Schluck - aber natürlich mach ich das.
Fahrt also nach St.Gallen mit Nachwuchs Nr. 2, die das übrig gebliebene Geld zählt, um herauszufinden, wie viel sie den ausgeben kann.
Der Ort empfängt mich erst einmal mit einem Schwall Historie- ich hab halt den Fimmel; Sticker, Weber, , Heim- und Fabrikarbeiter, Ausbeutung und Patrons. Das Haus, in dem meine Grosseltern gewohnt hatten, das Kutscherhaus neben der Villa Wahnsinn, einem gigantischen Teil zuoberst am Rosenberg, gebaut von zwei Textilbrüdern, die beide an eben diesem Bau und an der Wirtschaftskrise zugrunde gingen. Daher der Name! Das ist St. Gallen. Plus noch ein bitzli Kloster und Café Seeger.
Forster-Rohner befindet sich auf der anderen Seite der Stadt. Nur noch wenige Parkplätze in der Umgebung, kein Wunder. Und jede Menge Frauen. Ebenfalls keines - Wunder, mein ich. Und endlos viele Spitzen. Wir graben uns durch Spitzenkartons. Die Versuchung ist gross. Einkauf von 15 Metern Baumwollspitze für Bettwäsche...
Tische mit Stoffen, zwischen 15 und 400 Franken der Meter. Da werd' ich nicht widerstehen können, aber dafür bin ich ja auch nicht hergekommen. Wenigstens für einen Jupe sollte es langen. Ich lass mir lange Zeit mit aussuchen. Derweil Nachwuchs 2 nochmals das Portemonnaie konsultiert. Das graue Lochmuster? Oder der auberginefarbene?
"Der graue ist ein Chanelstoff," sagt die Frau am Schneidetisch und "reine Wolle. Aber der andere auch". Es soll also reichen für einen Jupe. Das leiste ich mir jetzt.
Kurz vor der Kasse noch die Spitzenkragen. Die Rechnung fällt gnädig aus. Unschlüssig, ob ich nicht doch zuwenig einkaufe, ob mich das dann wieder ärgert - aber jedenfalls bin ich bei Forster-Rohner jetzt in der Kartei und bekomme ein mail vor dem nächsten Ausverkauf. Für ein eventuelles Chanelstöffchen, ein Stück Prada oder etwas Celine. "Ach, man gönnt sich ja sonst nichts!" (Regieanweisung: seufzend den Handrücken auf die Stirne legen - kann man sich's vorstellen? Lebhaft)
Fahrt also nach St.Gallen mit Nachwuchs Nr. 2, die das übrig gebliebene Geld zählt, um herauszufinden, wie viel sie den ausgeben kann.
Der Ort empfängt mich erst einmal mit einem Schwall Historie- ich hab halt den Fimmel; Sticker, Weber, , Heim- und Fabrikarbeiter, Ausbeutung und Patrons. Das Haus, in dem meine Grosseltern gewohnt hatten, das Kutscherhaus neben der Villa Wahnsinn, einem gigantischen Teil zuoberst am Rosenberg, gebaut von zwei Textilbrüdern, die beide an eben diesem Bau und an der Wirtschaftskrise zugrunde gingen. Daher der Name! Das ist St. Gallen. Plus noch ein bitzli Kloster und Café Seeger.
| Das ist im Fall nur ein Musterblätz |
Forster-Rohner befindet sich auf der anderen Seite der Stadt. Nur noch wenige Parkplätze in der Umgebung, kein Wunder. Und jede Menge Frauen. Ebenfalls keines - Wunder, mein ich. Und endlos viele Spitzen. Wir graben uns durch Spitzenkartons. Die Versuchung ist gross. Einkauf von 15 Metern Baumwollspitze für Bettwäsche...
Tische mit Stoffen, zwischen 15 und 400 Franken der Meter. Da werd' ich nicht widerstehen können, aber dafür bin ich ja auch nicht hergekommen. Wenigstens für einen Jupe sollte es langen. Ich lass mir lange Zeit mit aussuchen. Derweil Nachwuchs 2 nochmals das Portemonnaie konsultiert. Das graue Lochmuster? Oder der auberginefarbene?
"Der graue ist ein Chanelstoff," sagt die Frau am Schneidetisch und "reine Wolle. Aber der andere auch". Es soll also reichen für einen Jupe. Das leiste ich mir jetzt.
Kurz vor der Kasse noch die Spitzenkragen. Die Rechnung fällt gnädig aus. Unschlüssig, ob ich nicht doch zuwenig einkaufe, ob mich das dann wieder ärgert - aber jedenfalls bin ich bei Forster-Rohner jetzt in der Kartei und bekomme ein mail vor dem nächsten Ausverkauf. Für ein eventuelles Chanelstöffchen, ein Stück Prada oder etwas Celine. "Ach, man gönnt sich ja sonst nichts!" (Regieanweisung: seufzend den Handrücken auf die Stirne legen - kann man sich's vorstellen? Lebhaft)
Donnerstag, 1. Mai 2014
Der Sommer kommt
Das letzte Mal, als ich hier in diesen Blog geschrieben habe, kamen wir gerade von den Weihnachtsferien zurück. Jetzt ist Ostern vorbei und die Apfelbäume blühen!
Der März katapultierte mich gnadenlos in den Garten, plötzlich schien alles sehr schnell zu gehen. Und die älteste aller Gärtnerregeln besagt ja, dass das Unkraut in derselben Geschwindigkeit wächst wie Kraut. Man hätte manchmal gerne ein paar Heinzelmännchen oder-weiblein, die das einfach mal kurz erledigen.
Mittlerweile gibt es aber auch wieder Neues aus dem Atelier.
Manchmal hängt man an gewissen T-Shirts. Längst schon abgetragen und nicht einmal mehr lumpentauglich, und trotzdem schafft man es nicht, das eine Tischi wegzuwerfen. Einfach ein zu guter Schnitt. Nun habe ich auf einer Shoppingtour (so sagt man dem doch neuzeitlich?) Leinenjersey gefunden; nicht teuer und eine wunderbare Sommerfarbe, eine Art hell-blau-grau...
Da fiel es mir plötzlich leicht, das alte Tischi zum Schnittmuster auseinander zu schneiden. Ein Häufchen Elend mit Ambition auf etwas Neues:

Das Kleid soll denselben Ausschnitt haben wie weiland das Leibchen, aber lang sein. Soll tragbar sein im Sommer einfach so, in der Übergangszeit mit Hosen drunter. Soll daher wahrscheinlich lange Ärmel haben - ich bin mir noch nicht so schlüssig....
Der März katapultierte mich gnadenlos in den Garten, plötzlich schien alles sehr schnell zu gehen. Und die älteste aller Gärtnerregeln besagt ja, dass das Unkraut in derselben Geschwindigkeit wächst wie Kraut. Man hätte manchmal gerne ein paar Heinzelmännchen oder-weiblein, die das einfach mal kurz erledigen.
Mittlerweile gibt es aber auch wieder Neues aus dem Atelier.
Manchmal hängt man an gewissen T-Shirts. Längst schon abgetragen und nicht einmal mehr lumpentauglich, und trotzdem schafft man es nicht, das eine Tischi wegzuwerfen. Einfach ein zu guter Schnitt. Nun habe ich auf einer Shoppingtour (so sagt man dem doch neuzeitlich?) Leinenjersey gefunden; nicht teuer und eine wunderbare Sommerfarbe, eine Art hell-blau-grau...
Da fiel es mir plötzlich leicht, das alte Tischi zum Schnittmuster auseinander zu schneiden. Ein Häufchen Elend mit Ambition auf etwas Neues:
Das Kleid soll denselben Ausschnitt haben wie weiland das Leibchen, aber lang sein. Soll tragbar sein im Sommer einfach so, in der Übergangszeit mit Hosen drunter. Soll daher wahrscheinlich lange Ärmel haben - ich bin mir noch nicht so schlüssig....
Da ich es weit schwingend will, werde ich in der Mitte eine Naht machen und die ganze Stoffbreite brauchen. Hoffentlich reicht es noch für die Ärmel....
Es reicht! Auch wenn ich mich nach Rücksprache mit Nachwuchs Nr.2, Fachgebiet Mode, für lange Ärmel entschieden habe, ganz lange. Sie werden an den Händen aufstehen. Das ist zwar nicht mehr der neueste Schrei, aber schön allemal. Sogar für Taschen würde es reichen - die aber vermutlich mit diesem feinen Stoff gar nicht gut sind, alles nur ausbeulen und unschön machen. (Ich hab sie am Ende einfach vergessen.)
Ich hab also genäht, hab verzweifelt an der Nähmaschine herumgebastelt. Coverstich! Wenn das nun schon der Ferrari unter den Schweizer Nähmaschinen ist, warum funktioniert es dann nicht einfach auf Anhieb? Ja, ich hab es öfter mal liegen lassen - aber es ist fertig geworden. So fertig, dass ich es schon dreimal anhatte und bereits waschen musste. Von Hand natürlich - so ein Stöffchen.
Das alte T-Shirt hab ich als Muster behalten, man weiss ja nie!
Und mein Label wird neuerdings so aufgenäht. Das hab ich in England aufgeschnappt.
Sonntag, 5. Januar 2014
Binn, Oberwallis
http://www.binnkultur.ch/site/images/ProgrammBinnerKulturabende13-14.pdf
Alles inmitten dieses Dorfes am Ende des Binntales, das nur durch einen langen Tunnel erreichbar ist und das vor dessen Bau im Winter wochenlang gar nicht erreichbar war. Die ersten Touristen sind damals mit der Sänfte durch die Schlucht angereist!
Am Tag vor unserer Anreise war es übrigens wegen einer Lawine auch nicht erreichbar. Alltag hier hinten.
Wie der Wolf, der kurz bis ins Dorf hinunter kam. Er ging dann wieder. Richtung Albrunpass.
Hier also ein paar Tage Ferien, obwohl ich wegen einer Knieoperation recht behindert war. An Stöcken durch eine Gegend zu wackeln, wo andere sich vor Allem mit dem Gebrauch ihrer Beine vergnügen: Schneeschuhwanderungen, Skitouren oder ausgedehnte Spaziergänge - es ist nicht nur eine Freude. Auch wenn einen schon durch die Langsamkeit immer mal wieder wunderschöne Motive vor die Linse kommen:
| Dreschgerät in der Wintersonne |
| ...und echte Filetspitzen am Pfarrhaus |
Und dann hab ich mich hinter die Wollkiste gemacht. Wenn dann schon nicht nähen, so wenigstens ein Paar Stulpen stricken zu meinen "alten Wanderschuhen" - weil das einfach dazu gehört.
Und hab mich natürlich von den Norwegerpullis einiger Wintergäste im Hotel zu Sternenmustern verleiten lassen.Wo ich doch aus Babypulloverzeiten weiss, dass es eine Krux ist, dass man aus dem Zählen nicht rauskommt und sich, folgerichtig, mindestens dreimal verzählt.
Ist aber eigentlich egal. Da sitzt man auf dem gestreiften Sofa im Zimmer vor einer jener wunderbaren Blumentapeten und strickt an einem Teil, das hier früher auch schon gestrickt wurde. Nur wahrscheinlich nicht so bunt. Strickt nach Ideen, die tief im Hinterkopf von meiner alten Handarbeitslehrerin verstaut wurden: Luise, die ihr ganzes Leben lang im Winter solche Stulpen getragen hat. Weil man dann einfach warme Füsse hat. Was es ja braucht, bei diesen Temperaturen.
Montag, 9. Dezember 2013
Weihnachtsmarkt danach
Ja. Es hat sich gelohnt. Das in der Kälte stehen. Das Vorbereiten. Das Stand-dekorieren und "immer nur lächeln und immer vergnügt...". Es hat sich zweifelsohne gelohnt.
Allerdings ist das Foto von meinem Stand miserabel. Ich hab wohl zuviel an die Finger gefroren dabei. Oder so. Unscharf und langweilig.

Zumal ich erst fotografiert habe, als ich die Hälfte schon verkauft hatte. Jaja, im höchsten Grade unprofessionell!
Aber es hat sich gelohnt! Ich hatte dauernd zu tun. Vergass sogar streckenweise, dass ich an die Finger fror und zog die Handschuhe aus. Vergass, die anderen Kolleginnen auf dem Markt zu besuchen. Obwohl ich ja neugierig gewesen wäre und es ganz bestimmt vorhatte...
Und dann passierte doch tatsächlich, was ich hier in diesem blog schon befürchtet hatte: Kauft jemand ein Leintuch mit Monogramm, auch wenn es nicht die eigenen Initialen sind?
Was denn das zweite für ein Buchstabe wäre? fragte mich die Frau und zeigte auf das alte Leintuch.
"Ein S" sagte ich spontan. Dann schaute ich mir das Tuch noch einmal an und meinte, es könne allerdings auch ein "G" sein... "Ich nehme es, wenn es meine Initialen hat!" Ich war froh, das mit dem "S" so forsch behauptet zu haben. Es hätte wirklich auch ein "G" sein können. Aber sie hiess halt eben Andrea Stadler, oder Anna Sutter, oder Amelie Songe - ein Traum - ich hab sie nicht danach gefragt.
Sie heisst aber mit "S", das weiss ich sicher. Und hat jetzt ein Leintuch auf dem Tisch!
Allerdings ist das Foto von meinem Stand miserabel. Ich hab wohl zuviel an die Finger gefroren dabei. Oder so. Unscharf und langweilig.

Zumal ich erst fotografiert habe, als ich die Hälfte schon verkauft hatte. Jaja, im höchsten Grade unprofessionell!
Aber es hat sich gelohnt! Ich hatte dauernd zu tun. Vergass sogar streckenweise, dass ich an die Finger fror und zog die Handschuhe aus. Vergass, die anderen Kolleginnen auf dem Markt zu besuchen. Obwohl ich ja neugierig gewesen wäre und es ganz bestimmt vorhatte...
Und dann passierte doch tatsächlich, was ich hier in diesem blog schon befürchtet hatte: Kauft jemand ein Leintuch mit Monogramm, auch wenn es nicht die eigenen Initialen sind?
Was denn das zweite für ein Buchstabe wäre? fragte mich die Frau und zeigte auf das alte Leintuch.
"Ein S" sagte ich spontan. Dann schaute ich mir das Tuch noch einmal an und meinte, es könne allerdings auch ein "G" sein... "Ich nehme es, wenn es meine Initialen hat!" Ich war froh, das mit dem "S" so forsch behauptet zu haben. Es hätte wirklich auch ein "G" sein können. Aber sie hiess halt eben Andrea Stadler, oder Anna Sutter, oder Amelie Songe - ein Traum - ich hab sie nicht danach gefragt.
Sie heisst aber mit "S", das weiss ich sicher. Und hat jetzt ein Leintuch auf dem Tisch!
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